Das Schäufelebuch - Diplom-Arbeit von Felix Kerscher

Das Schäufelebuch ist eine Geschichte über die Magie, den Wahnsinn und die große Liebe zu einem kulturellen Schatz! Auf die Liebe zum Schäufele!

Diplomausstellung am 4.2.2011

Die Idee zum Buch: das Schäufele!

Die Bayern haben die höchste Brauereidichte, die würzigsten Bratwürste und mit Abstand den besten Schweinebraten der Welt. Warum gibt es Letzteren dann nur in Nordbayern? Weil nur der Franke weiß, wo im Schwein das „Schäufele“ versteckt ist. Der Franke an und für sich wird von Außerfränkischen immer gern mit den Bayern in einen Topf geworfen. Dort aber fühlte er sich noch nie wohl und schwingt bis heute ganz gern mal Rautenfahnen, rotweiß gemusterte. Auch in kulinarischer Hinsicht zeigen die Zentralfranken zwischen Weißenburg bei Nürnberg und Coburg gern Flagge. Zumindest bei der Schulter. Wo dieses Teil sonst ganz oder in wenigen Stücken als großes, selten unter zwei Kilo schweres Bratenstück zerlegt und verkauft wird, schneidet der Frankenschlachter die regionale Spezialität schlechthin heraus: das „Schäufele“, benannt nach dem schaufelförmigen Schlüsselbeinknochen in der Mitte. Auf gar keinen Fall aber darf es mit dem nur formal ähnlichen, aber aus Frankensicht zum Salzmonster aufgepökelten und -geräucherten, badischen „Scheufele“ verwechselt werden. Das alles klingt für nichtfränkische Ohren erst einmal fremd, und wird es meist auch bleiben. Doch wer als Freund saftig-mürber Schweinebratenzubereitungen jemals dieses Gericht gegessen hat, ist für die ansonsten üblichen großen und nicht selten recht trockenen Bratenscheiben für immer versaut.

Damit dies nicht geschieht, habe ich mich als Franke und Kommunikationsdesigner dazu verpflichtet gefühlt, das Geheimnis des fränkischen Schäufeles aufzudecken und den Mythos in meiner Arbeit, dem „Schäufelebuch“, zu veranschaulichen.

Viel Spaß mit der Website!